Uwe Meyer, Die Linke, 66 Jahre, aus Lohne, Rentner. Foto: Privat

Oldenburger Münsterland. Die Bundestagswahl 2025 steht vor der Tür. Während ganz Deutschland am 23. Februar seine Stimme abgibt, entscheiden auch die Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis 32 (Kreise Cloppenburg und Vechta) über ihre Vertretung in Berlin. Wir haben sie zu ihren Plänen für unsere Region befragt. Hier unsere Fragen:

1. Welche spezifischen Anliegen aus dem Wahlkreis 32 möchten Sie in den Bundestag einbringen?
Meyer: Ich unterstütze einen zügigen Ausbau des ÖPNV und des Rufbussystems. Dazu gehört für mich auch ein gut ausgebautes Radwegnetz, um die täglichen Kfz-Pendler zu animieren, verstärkt auf das Fahrrad umzusteigen. Ich möchte so schnell wie möglich den öffentlichen und genossenschaftlichen Wohnungsbau beschleunigen und fördern.

2. Welche Pläne haben Sie, um die soziale Infrastruktur (z. B. Schulen, Kindergärten, Gesundheitsversorgung) im Wahlkreis zu verbessern?
Meyer: Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir eine bessere Finanzierung für die z. T. maroden Schulen und Kindergärten bekommen. Um die Qualität zu verbessern, sollte es in kleineren Klassen mehr Lehrkräfte geben. Quereinsteiger könnten ausgebildete Kräfte unterstützen. Ich möchte, dass jedes Kind eine warme Mahlzeit bekommt. Gebührenfreie Kitas und eine Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung würden auch der Familie die notwendige Entlastung geben. Ich unterstütze die Forderung der Linken nach einer solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung. Angemessene Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sind eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes System.

3. Was können die Leute hier vor Ort von Ihnen erwarten?
Meyer: Sie können erwarten, dass ich ein Ansprechpartner vor Ort bleibe, mir die Sorgen der Bürger auf Augenhöhe anhöre und versuchen werde, Probleme zu lösen.

4. Warum sollten die Bürger gerade Sie bzw. Ihre Partei wählen?
Meyer: Ich glaube, dass ich viele Dinge aus einer ähnlichen Perspektive wie die „normalen“ Bürger sehe, da ich noch nicht so lange in der Politik tätig bin. Der Alltag mit den täglichen Sorgen ist mir bekannt. Ich glaube, dass meine Partei (Die Linke) die einzige Partei ist, die die Nöte und Ängste in der Bevölkerung gerade in den mittleren und unteren Einkommensschichten sieht und massiv gegen die soziale Ungerechtigkeit angeht. Wir setzen uns gegen soziale Ungerechtigkeit, Armut, für einen Mindestlohn, die Schaffung von fairen Arbeitsplätzen, bezahlbaren Wohnraum, gute Renten, Bildungschancen für alle Kinder und die Bekämpfung des Klimawandels ein.

5. Viele Bürger beschäftigen die steigenden Preise – wie können Bürger entlastet werden?
Meyer: Wir wollen Grundnahrungsmittel, Hygieneprodukte, Bus und Bahn von der Mehrwertsteuer befreien. Strom und Heizen soll zu einem preisgünstigen Sockeltarif angeboten werden. Den unsozialen CO2-Preis fürs Tanken und Heizen lehnen wir ab. Wer weniger als 7.000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt weniger Steuern. Wir sind für einen bundesweiten Mietendeckel, der sechs Jahre nicht erhöht werden darf, damit die Miete nicht den größten Teil des Einkommens auffrisst.

6. Wie planen Sie, die Zusammenarbeit mit den Kommunen im Kreis Cloppenburg bzw. Vechta zu stärken, um Anliegen der Bürger gezielt zu adressieren?
Meyer: Ich bin Mitglied des Kreistags im Landkreis Vechta und setze mich dort für Belange der Bürger ein. Auch im Landkreis Cloppenburg gibt es sehr aktive Mitglieder, mit denen ich permanent im Austausch bin und dadurch immer ansprechbar bin.