Paul Lanwer, FDP, 22 Jahre, aus Elisabethfehn, studiert Politikwissenschaften. Foto: R. Wedemeyer

Oldenburger Münsterland. Die Bundestagswahl 2025 steht vor der Tür. Während ganz Deutschland am 23. Februar seine Stimme abgibt, entscheiden auch die Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis 32 (Kreise Cloppenburg und Vechta) über ihre Vertretung in Berlin. Wir haben sie zu ihren Plänen für unsere Region befragt. Hier unsere Fragen:

1. Welche spezifischen Anliegen aus dem Wahlkreis 32 möchten Sie in den Bundestag einbringen?
Lanwer: Das Oldenburger Münsterland ist eine der jüngsten Regionen Deutschlands. Doch ob meine Generation hier ihre Pläne verwirklichen kann, entscheidet sich heute. Wenn Wirtschaftswachstum durch Bürokratie und hohe Steuern erstickt wird, leidet am Ende jeder, der hier durch eigene Arbeit vorankommen will. Wir brauchen eine Wirtschaftswende mit weniger Steuern, Abgaben und Bürokratie, weil wirtschaftliche Freiheit die Grundlage für Aufstieg ist.

2. Welche Pläne haben Sie, um die soziale Infrastruktur (z. B. Schulen, Kindergärten, Gesundheitsversorgung) im Wahlkreis zu verbessern?
Lanwer: Gute Bildung darf nicht vom Elternhaus abhängen. Das Startchancen-Programm gibt Schulen mit besonderem Bedarf mehr Unterstützung – Kitas müssen folgen. Auch die Gesundheitsversorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Bürokratieabbau, Digitalisierung und eine faire Vergütung für Gesundheitsberufe sind entscheidend, um sicherzustellen, dass medizinische Versorgung für alle erreichbar bleibt.

3. Was können die Leute hier vor Ort von Ihnen erwarten?
Lanwer: Ich mache mir Sorgen, dass meine Generation die erste in der Bundesrepublik sein könnte, der es schlechter geht als ihren Eltern. Doch das darf nicht passieren. Mein Antrieb ist es, diese Angst in Zuversicht zu verwandeln – das Aufstiegsversprechen wieder einzulösen. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass mein politisches Handeln immer diesem Ziel gewidmet ist.

4. Warum sollten die Bürger gerade Sie bzw. Ihre Partei wählen?
Lanwer: Deutschland braucht eine Partei, die konsequent für Marktwirtschaft, Bürgerrechte und gesellschaftliche Vielfalt steht – das sind nur die Freien Demokraten. Während die einen immer mehr Staat fordern und die anderen Freiheit und Vielfalt infrage stellen, kämpfen wir für eine Politik, die Eigenverantwortung stärkt, wirtschaftliche Dynamik entfesselt und gesellschaftlichen Fortschritt ermöglicht. Diese Verbindung gibt es nur bei uns.

5. Viele Bürger beschäftigen die steigenden Preise – wie können Bürger entlastet werden?
Lanwer: Viele Menschen spüren, dass trotz harter Arbeit am Monatsende immer weniger übrig bleibt. Das muss sich ändern. Wir wollen den Einkommensteuer-Freibetrag anheben, die kalte Progression abschaffen und den Mittelstandsbauch beseitigen. Der Soli gehört endgültig weg. Wer jeden Tag sein Bestes gibt, soll sich darauf verlassen können, dass sich Leistung lohnt – mit mehr Netto und weniger Belastung.

6. Wie planen Sie, die Zusammenarbeit mit den Kommunen im Kreis Cloppenburg bzw. Vechta zu stärken, um Anliegen der Bürger gezielt zu adressieren?
Lanwer: Ich sehe mich als Brückenbauer zwischen Bund und Kommunen. Doch echte Veränderung braucht Strukturreformen: weniger Bürokratie, mehr digitale Verwaltung und schlankere Prozesse. Mit der Deutschland-ID und dem Once-Only-Prinzip schaffen wir schnelle Behördengänge. So bleibt den Kommunen mehr Zeit für das Wesentliche: die Anliegen der Menschen in Cloppenburg und Vechta schnell und unkompliziert zu lösen.