Vechta. Am Rande des Zitadellenparks beginnt dieser Tage die „Altlastensanierung“. Dafür werden belastete Bodenschichten metertief ausgetauscht. Konkret betrifft dies einen etwa 1500 Quadratmeter großen Bereich unterhalb der Brücke am Bahnhof in Vechta. Hier befinden sich ein geschotterter Weg, Grünflächen, eine Holzbrücke und ein Wasserbecken, das Regenwasser aus der Innenstadt aufnimmt. Die Arbeiten sind diesen Mittwoch gestartet und werden voraussichtlich vier Wochen in Anspruch nehmen. Das bringt einige Einschränkungen mit sich.
Der Bereich an der Straße „Zur Paulus-Bastei“ bleibt während der Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Das betrifft auch den dortigen Zugang zum Zitadellenpark und die Brücke am Bahnhof. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke somit vorübergehend nicht nutzen, um zwischen Innenstadt, Park und Wohngebieten zu pendeln. Grund dafür sind die großen Baufahrzeuge, welche die Straße regelmäßig queren müssen.
Die Treppe und der Fahrstuhl, die von der Brücke hinunter in den Zitadellenpark führen, bleiben jedoch geöffnet. Damit ist auch die Beach Bar unterhalb der Brücke weiterhin erreichbar. Diese öffnet ihre Türen übrigens planmäßig am Dienstag, 1. April, und ist auch über den Weg vom Museum oder dem Gulfhaus erreichbar.
Die Stadt Vechta hat mit Hilfe von Probebohrungen im Boden nahe den Bahnschienen unter anderem öl- und teerhaltige Stoffe nachgewiesen. Zuvor hatte die Stadt in zeitlichen Abständen Ölfilme auf der Wasseroberfläche des dortigen Beckens festegestellt. Mit Hilfe von Ölsperren wurde verhindert, dass schädliche Stoffe in das Graben- und Kanalnetz gelangten. Laut Stadtverwaltung bestand zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung.
Zur vollständigen Beseitigung der Altlasten, wird der Boden bis zu vier Meter tief ausgehoben und auf einer nahegelegenen Fläche zwischengelagert, bevor er endgültig abtransportiert wird. Die Arbeiten beginnen mit dem Ablassen des Wassers aus dem Becken. Dabei werden die darin lebenden Fische unter fachkundiger Aufsicht abgefangen und in andere Gewässer umgesetzt. Unterstützung leistet dabei der Fischereiverein Vechta. Die eigentlichen Baggerarbeiten sollen ab Montag, 31. März, starten.
Gleichzeitig nutzt die Stadt Vechta die Chance, um den Park in dem betroffenen Bereich aufzuwerten. Erneuert und teils ausgebaut wird der geschotterte Weg, während die in die Jahre gekommene Holzbrücke durch eine neue Konstruktion ersetzt wird. Auch die Böschungen am Zitadellengraben sollen überarbeitet werden. Zudem wird eine Schotterrasenrampe eingebaut, die zukünftig den Zugang für Maschinen erleichtert, um das Becken regelmäßig entschlammen und reinigen zu können. Unvermeidlich wird bei dieser Maßnahme das Fällen einiger Bäume sein. Die Stadt hat angekündigt nach der Maßnahme neue Bäume zu pflanzen.