„Unsichtbare Fäden – Kunst erschafft Verbindungen“, so heißt die Ausstellung von Veronika Fraile in der Vokshochschule Vechta. Foto: kvhs

Vechta. Die Kreisvolkshochschule Vechta (kvhs) zeigt aktuell die Ausstellung „Unsichtbare Fäden – Kunst erschafft Verbindungen“ mit Bildern der Künstlerin Veronika Fraile. Etwa 25 Motive sind zu sehen. „Für mich sind Bilder wie Texte, wie eine eigene Sprache“, sagt Veronika Fraile. „Bilder kann man wie ein Buch lesen“, erklärt sie, aber man müsse einen Schlüssel haben, um sie zu verstehen. Das Gespür für Symbolik und Sprache wurde der Künstlerin in die Wiege gelegt. Sie wuchs in Belarus in einer Lehrerfamilie auf.

Schon sehr früh fing Fraile an zu malen. Die Eltern bemerkten ihre Leidenschaft für Kunst und meldeten sie an einer Kunstschule an. Zu ihren Lieblingsmotiven gehörten Prinzessinnen in wunderschönen Kleidern mit vielen Verzierungen. Schon damals hatte sie verschiedene Materialien in ihre Bilder integriert.

Auch heute noch sind häufig Frauen als Prinzessinnen auf ihren Bildern zu sehen, umgeben von vieldeutigen Symbolen. „Symbolik spielt eine große Rolle in meinen Bildern, es sind Texte mit vielen Metaphern“, beschreibt sie ihre Werke.

Ihre Leidenschaft für Kunst und Sprache nutzt die Deutsch-Dozentin seit vielen Jahren auch in ihren Kursen und Workshops für Zugewanderte an der Kreisvolkshochschule, wie z. B. in dem Kurs „Sprache lebt in Kunst“. „Die Kunst verbindet Menschen, auch wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen“, erklärt die Künstlerin.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Mai in der Kreisvolkshochschule in Vechta, Bahnhofstraße 1, zu sehen.