Visbek. Im November ist es wieder soweit: Der Heimatverein und die Gemeinde Visbek laden zum 12. Tag der Archäologie in Visbek ein. Alle Interessierten sind am Sonntag, 17. November, im Gasthaus Hogeback, Erlte 7, ab 14 Uhr Willkommen.
In diesem Jahr werden drei spannende Vorträge geboten. Dr. Jana Esther Fries vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) berichtet von der späteiszeitlichen Ahrensburger Kultur im Raum Weser-Ems. Aufgrund der jahrelangen Tätigkeit ehrenamtlicher Sammler kann das Bild vom Leben der letzten Rentierjäger vor dem Ende der letzten Eiszeit nun viel deutlicher nachgezeichnet werden.
Dr. Iris Aufderhaar von denkmal3D aus Vechta taucht anschließend in die lokale Geschichte Visbeks ein und referiert zu den neuesten Ergebnissen vom Gräberfeld Rechterfeld. Bereits 2018 wurde hier ein bronze- und eisenzeitlicher Friedhof mit Brandbestattungen freigelegt. Unter dem Eschboden hatten sich nicht nur die Bestattungen selbst sondern auch Überreste der ausgedehnten Grabanlagen erhalten. Im August und September 2024 wurden die archäologischen Ausgrabungen an dem Gräberfeld fortgesetzt. Dabei konnten weitere 52 Bestattungen und die Überreste von ehemals überhügelten Grabanlagen, heute noch sichtbar in Form von Gräben, gesichert und dokumentiert werden.
Auch der dritte Vortrag befasst sich mit Visbek. Michael Wesemann, ebenfalls vom NLD Oldenburg, liefert eindrückliche Ergebnisse von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ackerbauspuren.
Wie immer beim Tagder Archäologie besteht für die Gäste die Möglichkeit, Original-Fundstücke zu begutachten. Außerdem kann von 10 bis 13 Uhr das ArchäoVisbek, Rechterfelder Str. 1, 49429 Visbek, besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung bis Montag, 11. November, per E-Mail an info@heimatvereinvisbek.de oder unter Tel. 04445/988985 (ggf. Anrufbeantworter nutzen) wird gebeten.